Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.

Donnerstag, 22. November 2012

Wozu soll das gut sein?

Manchmal fragen mich Leute, was denn so toll ist, am Glauben? Wozu ich, bitteschön, mir diesen Islam antue. Ob ich denn sonst keine Hobbies hätte? Und: ob mein Leben denn jetzt leichter wäre, nun wo ich Muslimin bin?

Da muss ich sie leider enttäuschen.

Sonntag, 18. November 2012

Gaza

Ich habe mich immer daran gehalten, nicht über Dinge zu schreiben, über die ich kein eigenes Wissen habe. Daher habe ich mich stets damit zurückgehalten, über diesen Konflikt zu schreiben. Ich kenne ein paar Syrer, aber keine Palästinenser, ich war nie da, ich kann nicht mitreden.

Donnerstag, 15. November 2012

Mit-Leid und Angst

Was den Demonstranten in Südeuropa im Moment geschieht, in Spanien, Portugal und Griechenland, es ist weit weg und kommt in den deutschen offiziellen Nachrichten kaum vor. Anderswo dagegen schon, zum Beispiel bei Uhupardo. Und was man da sieht sind Szenen, die man so eigentlich viel eher in totalitären Regimes erwarten würde als in einer Demokratie, für die ich fast alle europäischen Länder immer gehalten habe. Mir scheint, ich muss meine Ansichten revidieren.

Samstag, 10. November 2012

Unmöglich

Als der Islam mich fand, stand ich vor einer Wand am Ende einer Sackgasse. Alle Möglichkeiten schienen ausgereizt, alle Veränderungsmöglichkeiten abgeklopft. Eine Lösung gab es nicht, das war mir so klar wie irgend etwas klar sein kann.

Dann begann ich, im Koran zu lesen und auf einmal stellte sich die Frage nicht mehr, ob Veränderung unmöglich ist. Alles ist möglich, wenn Allah es will las ich da und: ich kann und ich muss selber an mir arbeiten. Veränderung ist möglich, Verbesserung meines Charakters ist meine Pflicht.

Samstag, 3. November 2012

Progressiv

Neulich habe ich hier über ein "progressives" Islamverständnis gelesen - ein ganz wunderbarer Artikel, wie ich finde, der vieles von derm wiedergibt, was ich auch selbst glaube und vertrete. Aber ein leises Unbehagen blieb doch.

Montag, 29. Oktober 2012

Sonntag, 28. Oktober 2012

kreuz.net

Wenn jetzt selbst schon der Spiegel gemerkt hat, was man da lesen kann, ist es langsam wirklich Mainstream. Jetzt müsste nur noch gelegentlich mal der Verfassungsschutz aufwachen.

Der Sinn von Regeln

Das Göttliche ist für den Menschen nicht fassbar, das habe ich oft erfahren dürfen. Wir Menschen können mit unserem begrenzten Potenzial an Wahrnehmung und Verständnis nicht einmal erahnen, wie groß, wie umfassend das Göttliche ist. Darum sind immer wieder Menschen von Gott beauftragt worden, Bilder zu beschreiben, dies es Menschen ermöglichen, mindestens eine kleine Ahnung davon zu bekommen wie umfassend "das Göttliche" ist und wie es in unserem Leben wirkt. Diese Bilder waren zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten unterschiedlich und so sind eben die Bilder, die der Buddhismus nutzt, ganz andere als die, die wir im Islam kennen.

Freitag, 19. Oktober 2012

Feminismus?

Hey, ich bin misstrauisch gegen -ismen aller Art. Sozialismus, Rassismus, Feminismus, Rheumatismus und so.
Schubladisierung ist nicht meins und der politische Anspruch, der mir aus manchen Ecken entgegenschallt, der ist nicht meiner. Meine Lebenswirklichkeit als Muslimin, Mutter, Unternehmerin, Kleinstadtbewohnerin lässt mir das seltsam abgehoben erscheinen, weltfremd irgendwie. Aber das erscheint mir vordergründig.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Die Macho-Religion

Wir sind, glaube ich, ein ganz normales lesbisches Paar mit Häuschen auf dem Land, Hund, Katzen und Einbauküche. Spießig halt. Einmal im Monat besuchen wir den Lesbenstammi ein paar Dörfer weiter, wo wir ebensolche treffen: ganz normale, liebe Frauen. Alles easy. Bis ich vor nunmehr drei Jahren erzählte, dass ich Muslimin geworden bin.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Opferfest

Das Opferfest naht, wie jedes Jahr. Und wie jedes Jahr wartet nirgends ein Lamm darauf, von mir oder sonstwem geschlachtet zu werden. Nicht, dass ich ein Problem damit hätte, Tiere zu töten und zu essen - das empfinde ich immer schon als normal und passend. Aber das Opferfest soll ja kein Schlachtfest sein.

Montag, 1. Oktober 2012

Brennende Sehnsucht

Es ist Hajj-Zeit. Schwestern machen sich reisefertig. Ich nicht. Das ist schon OK, ich weiß, dass ich noch nicht so weit bin.

Donnerstag, 27. September 2012

Ein Teil von Deutschland

Soso, der Islam ist also ein Teil von Deutschland, das hat Frau Merkel nun bemerkt. Eine Trivialität, sollte man meinen. Warum nur klingt das alles so seltsam blutleer? Und warum pfeift sie ihren eigenen Innenminister nicht zurück, der nicht nur diese offen diskriminierende "Vermisst"-Kampagne erfunden hat, sondern sich auch bayrisch-sturköpfig weigert, sie wieder einzukassieren?

Dienstag, 25. September 2012

Zeit für ein gutes Beispiel

Der Prophet Mohammed, Allahs Segen und Frieden auf ihm, hatte bekanntlich viele Feinde, die ihn - direkt oder indirekt - mit Schmutz bewarfen oder ihm gar nach dem Leben trachteten. Die ihn ebenso militärisch bekämpften wie sie ihn durch Verleumdung zu entmachten suchten. Und was tat er? Er war geduldig, barmherzig und voller Liebe zu den Menschen, auch und gerade zu denen, die ihm feindlich gesinnt waren.

Dienstag, 18. September 2012

Warum auch nicht?

Wer mich kennt, weiß: ich mache oft erstmal, nachdenken kann man ja später. Das ist nicht immer eine gute Idee, aber sonst würde man manches nie machen. Eine Bootfahrt in Mecklenburg zum Beispiel, wo es keine vernünftige Waschgelegenheit gibt und auch keinen ordentlichen Platz zum Beten, sollte man meinen.

Donnerstag, 16. August 2012

Ramadan-Nachlese

Liebe Leserin, lieber Leser,

Der Ramadan ist wohl für jeden Muslim eine besondere Zeit. Während ich vordergründig damit beschäftigt bin, mit Durst und Müdigkeit klarzukommen, ist etwas im Inneren geschehen, was mir wegen der Erschwernis im Äußeren zuerst gar nicht auffiel.

Sonntag, 29. Juli 2012

Da geht's doch nicht drum

Wenn frau Muslimin ist, muss frau Kopftücher tragen, eine Neigung zu Kontrollzwang und Perfektionismus haben und alle mit Verachtung strafen, die etwas anderes machen als man selbst, und sei es nur in winzigen Kleinigkeiten. Niemals anders habe ich Menschen je mit solche Inbrust, solcher flamnmenden Überzeugung und bitteren Selbstgewissheit über Dinge wie die richtige Handhaltung streiten hören oder darüber, ob im Abfluss meiner Spüle nun ein Djinn wohnt oder nicht. Richtig kriminell wird es bei Fragen wie der korrekten Kleidung in einer Moschee. Wir sollen nicht die Kleidung der Kufarim nachahmen, nee, ich weiß Bescheid, danke.

Montag, 16. Juli 2012

Religion ist tabu

Die öffentliche Diskussion schlägt Wellen, seit Jahren ohne Unterlass. Dabei ist das Thema doch eher langweilig. Vordergründig geht es um Kopftücher und Sunna-Bärte, um Moscheetürme und neuerdings um beschnittene Pimmel. Was ist daran so interessant?

Erst einmal geht es natürlich um Ausländer, also Menschen die aus dem Ausland stammen - wobei man das in Deutschland auch dann ist, wenn man hier geboren ist und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, Hauptsache die Großeltern kamen ursprünglich mal aus dem Ausland.

Aber dann, und das finde ich am spannendsten, geht es um Religion, genauer: deren Ausübung. Christen sind sie ja alle, die Mitmenschen, wenn man sie fragt. Ja, klar glauben sie an Gott uns so. Aber das meine ich nicht.

Falsche Demut

Gelobt sei Allah, dem Barmherzigen, der Erkenntnis gerade dann verteilt, wenn man sie am nötigsten braucht...

Demut ist meiner Meinung nach ein Kennzeichen eines jeden praktizierenden Muslims. Das Wissen, dass alle Erkenntnis, alles Wissen, alles Können und jeder Erfolg letztlich von Allah, dem Erhabenen, stammt und nicht etwa durch irgend etwas bewirkt wurde, was ich mir selbst zuschreibe, ist in meinen Augen der Kern jeden Glaubens.

Sonntag, 10. Juni 2012

Feinde

Also, ich finde das ist eine wirklich komische Sache: da gehen Menschen los und versuchen, ein mehr oder minder untadeliges Leben zu führen. Naja, im Rahmen des eigenen, bekanntlich schwachen Charakters halt. Sie versuchen, sich von Sünde fernzuhalten, das Gute zu tun und das Schlechte zu unterlassen. Naiv wie ich ja manchmal bin, habe ich immer gedacht, das müssten alle gut finden.