Eine gute Woche bin ich nun nicht mehr in Online-Communities unterwegs. Und ich merke: das war höchste Zeit. Es ist ein bisschen wie wenn man mit dem Rauchen aufhört: was macht man auf einmal mit der Zeit, in der man sonst Facebook gecheckt hat?
Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Samstag, 17. Dezember 2011
Schon seltsam
Dieses kleine Blog scheint im Moment recht beliebt zu sein, es haben unmäßig viele Leute vorbeigeschaut. Was sie hierhertreibt kann ich nur mutmaßen - zu Kommentaren lässt sich niemand hinreißen. Nun denn, das ist wohl das Schicksal des Bloggers ;)
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Getarntes Beten
Ich war heute in Berlin und habe, glaube ich, einen von Deutschlands bestgetarnten Gebetsräumen gefunden. Kein Hinweis an der Tür, nichts, im Gegenteil...seht selbst.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Aus aktuellem Anlass
Blogger scheint Kommentare zu verschlucken. Wenn ich etwas nicht binnen 24 Stunden freigeschaltet habe, am besten nochmal posten - außer es ist eine Beleidigung, dann nicht ;)
Und noch ein Hinweis aus aktuellem Anlass: wer mich erreichen will: anisah_@live.de ist die Adresse.
Und noch ein Hinweis aus aktuellem Anlass: wer mich erreichen will: anisah_@live.de ist die Adresse.
Ent-täuscht
Online-Kontakte sind nicht wirk-lich, sie sind nur virtuell, zu deutsch "scheinbar". Mit meinem Verstand weiß ich das, immer schon. Nun habe ich das er-kennen dürfen und ich bin ent-täuscht. Das Wort sagt es: zuvor lebte ich in einer Täuschung, nun bin ich die Täuschung los. Das schmerzt, aber der Schmerz ist heilsam und zeigt mir: ich war auf dem falschen Weg und es wird Zeit, wieder den richtigen einzuschlagen.
Samstag, 10. Dezember 2011
Heimat
Ich bin in meinem Leben um die dreizehn Male umgezogen, habe mindestens sechs verschiedene Jobs hinter mir, bin immer unstet gewesen. Aber als ich mit meiner Partnerin 2004 hier aufs schleswig-holsteinische Dorf gezogen bin, fasste ich den Entschluss, Wurzeln zu schlagen. Und so ist es auch gekommen - sieben Jahre wohnen wir nun hier und nichts deutet darauf hin, dass wir wieder weg ziehen.
Sonntag, 27. November 2011
Sunna
Sunna, Tradition, das hat in meinen Ohren keinen guten Klang. Da sehe ich alte, bärtige Männer vor mir, die Dinge verlangen, die in unserer heutigen Welt hoffnungslos veraltet wenn nicht sogar kontraproduktiv sind. Sklaverei, Hand abhacken, Männer die mehr wert sind als Frauen - wer sollte so etwas gut finden? Da funktionieren meine in vielen Jahren Feminismus geprägten Abwehr-Reflexe wirklich gut.
Samstag, 26. November 2011
Online-Muslima
Hallo, Ihr da draußen! Ja, Euch meine ich. Schön, dass es Euch gibt. Schön, dass wir zusammen ein weites Netz über diese Welt spannen. Ein Netz von offenen Musliminnen und Muslimen, die einander ergänzen, befruchten und unterstützen. Dank Sei Allah, der es mir ermöglicht hat, Euch kennen zu lernen.
Montag, 21. November 2011
Beschenkt und beschämt
Da arbeitet frau sich an einem vermeintlich lebenswichtigen Problem ab, fühlt sich nicht ernst genommen, eingeschränkt, falsch behandelt. Ist wütend, zutiefst verletzt. Und bittet, schließlich, endlich, Ihn um Hilfe. Geht mit dem Gefühl schlafen, dass jetzt wohl irgend etwas passiert.
Sonntag, 20. November 2011
Letzte Instanz
Wenn Du keinen Ausweg siehst,
wenn alles am Ende scheint,
wenn Du meinst, in der Falle zu sitzen,
wenn Du Dich schämst für Dich und Deine Taten,
wenn Du denkst, nun sei endgültig alles zu spät,
wenn alles am Ende scheint,
wenn Du meinst, in der Falle zu sitzen,
wenn Du Dich schämst für Dich und Deine Taten,
wenn Du denkst, nun sei endgültig alles zu spät,
Freitag, 18. November 2011
Von außen nach innen
Es gab eine Zeit, vor Jahren, da kannte ich den Islam gar nicht. Ich las, was man so in den Zeitungen liest, und glaubte es. Ich hatte Angst vor dem Islam und den bösen Muslimen, fand Kopftücher hässlich und männliche Muslime in Bart und Kutte ziemlich gruslig. Meine Welt war in Ordnung, irgendwie...
Freitag, 11. November 2011
Allein
Ich habe lange gedacht, dass ich doch vom Schicksal schwer gebeutelt sein muss: ganz alleine, weit weg von muslimischer Infrastruktur, ohne islamische Familie und Freunde. Alles muss ich mir selbst erarbeiten, das störte mich sehr.
Sonntag, 6. November 2011
Eid überraschend
Ich war ein wenig traurig - Eid stand an und ich hatte nichts, was ich hätte opfern können und wollen. Nicht, dass mir die Feier fehlen würde - das sehe ich eher als Äußerlichkeit. Aber der Gedanke, etwas zu opfern was mir am Herzen liegt, trieb mich um. Ich habe, wie so oft, um eine Lösung gebetet und, wie so oft, in meinem kleinen Menschengehirn gedacht "aber es kann keine geben".
Donnerstag, 3. November 2011
Feige statt stolz
In mir drin, ganz tief, da bin ich dankbar, glücklich und, ja, ein bisschen stolz, dass ich eine Muslima sein darf. Eine, die zu Allahs Volk gehören will. Eine, die ein gutes, ein rechtes Leben leben will.
Dienstag, 1. November 2011
Radikal?
Ist es radikal, wenn man Allah an die erste Stelle setzt?
Ist es radikal, wenn man ihm dienen will und Erfolg, Geld und Wertschätzung anderer Menschen nicht so wichtig findet?
Ist es radikal, wenn man nach dem Paradies strebt und bereit ist, vieles, wenn nicht alles zu tun?
Ist es wirklich radikal, wenn man das Wort "Muslim" wörtllich nehmen will?
Wenn ja, dann bin ich es gerne.
Ist es radikal, wenn man ihm dienen will und Erfolg, Geld und Wertschätzung anderer Menschen nicht so wichtig findet?
Ist es radikal, wenn man nach dem Paradies strebt und bereit ist, vieles, wenn nicht alles zu tun?
Ist es wirklich radikal, wenn man das Wort "Muslim" wörtllich nehmen will?
Wenn ja, dann bin ich es gerne.
Tuchdiskussion
Ich habe den Koran gelesen, diverse Tafsire, habe mit Leuten gesprochen und Fatwas gelesen und bin, völlig eindeutig, zur Erkenntnis gekommen: ein Kopftuch ist für mich nicht sinnvoll, kontraproduktiv und genau das Gegenteil von Kleidung, die verhindert, dass frau belästigt wird. Das ist mir wirklich glasklar. Dass Hijab zu tragen mich meinen Job und meine Familie kosten kann kommt dazu - es wäre ausgesprochen riskant, das zu versuchen.
Montag, 31. Oktober 2011
Gespannt
Zwischen Widersprüchen festgezurrt dehnt sich meine Seele,
versucht, die Lücke zu überbrücken.
Umhüllt und verdeckt den Widerspruch,
der anderenfalls längst
schmerzhaft offensichtlich wäre.
Wie dehnbar ist so eine Seele wohl?
versucht, die Lücke zu überbrücken.
Umhüllt und verdeckt den Widerspruch,
der anderenfalls längst
schmerzhaft offensichtlich wäre.
Wie dehnbar ist so eine Seele wohl?
Samstag, 22. Oktober 2011
Veränderung
Du kannst über Deine Situation klagen
Du kannst wortreich erklären, warum es keine Alternative gibt
Du kannst anderen die Schuld geben
Du kannst an Deinem Leben verzweifeln
Aber, keine Sorge
Es kommt der Tag, da hast Du
genug gejammert
genug ignoriert
genug gelitten
Das ist der Tag,
wo Veränderung möglich wird.
Du kannst wortreich erklären, warum es keine Alternative gibt
Du kannst anderen die Schuld geben
Du kannst an Deinem Leben verzweifeln
Aber, keine Sorge
Es kommt der Tag, da hast Du
genug gejammert
genug ignoriert
genug gelitten
Das ist der Tag,
wo Veränderung möglich wird.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Neue Wege
Irgend jemand hat gesagt, dass man nicht in anderer Leute Fußstapfen treten kann, wenn man neue Wege gehen will. Wer seinen eigenen Weg geht, so lese ich das für mich, muss Einsamkeit ertragen können, die Schwester der Freiheit, er muss all-ein gehen.
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Macht der Islam glücklich?
Dies, liebe Chadidscha, als Antwort auf Deinen Post.
Der Islam macht mich nicht glücklich, so einfach ist es ja nun auch wieder nicht. Aber, recht gelebt und in meine Seele eingelassen schafft er die Grundlagen dafür, dass Glück entstehen kann: Vertrauen, Hingabe, Geduld und Dankbarkeit. Mehr kann man nicht verlangen finde ich und bin überglücklich, dass mir all das geschenkt wird, nicht immer aber immer mal wieder.
Der Islam macht mich nicht glücklich, so einfach ist es ja nun auch wieder nicht. Aber, recht gelebt und in meine Seele eingelassen schafft er die Grundlagen dafür, dass Glück entstehen kann: Vertrauen, Hingabe, Geduld und Dankbarkeit. Mehr kann man nicht verlangen finde ich und bin überglücklich, dass mir all das geschenkt wird, nicht immer aber immer mal wieder.
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