Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Ent-täuscht

Online-Kontakte sind nicht wirk-lich, sie sind nur virtuell, zu deutsch "scheinbar". Mit meinem Verstand weiß ich das, immer schon. Nun habe ich das er-kennen dürfen und ich bin ent-täuscht. Das Wort sagt es: zuvor lebte ich in einer Täuschung, nun bin ich die Täuschung los. Das schmerzt, aber der Schmerz ist heilsam und zeigt mir: ich war auf dem falschen Weg und es wird Zeit, wieder den richtigen einzuschlagen.
Ich bin nur ein Mensch, schwach geboren. Die Gefahr, im Internet nach Aufmerksamkeit zu suchen, ist mir bewusst - auch wenn ich das nur zu gerne verdränge. Dieses Blog gehört natürlich dazu. Schließen will ich es nicht - aber künftig genauer darauf achten, warum ich etwas schreibe, wem es nützt und wem es schadet, vor allem: ob es mir selbst schadet.

13 Kommentare:

  1. Ich glaube, jeder, der irgendwie im Internet tätig ist, sucht Aufmerksamkeit, sonst würde er es ja nicht in die Öffentlichkeit stellen. Nur WARUM tut er / sie das, ist die Frage. Sucht man Aufmerksamkeit für sein Selbst, oder für eine Sache, ein dringendes Anliegen? Die Grenzen sind fließend...
    Und reale und online - Kontakte sind nicht miteiander zu vergleichen. Das ist ja auch mit ein Grund für den enormen Zulauf sozialer Netzwerke wie facebook. Dort können auch die zig Freunde "vorweisen", die im realen Leben eher kontaktarm sind.

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  2. Ja, Fatima, das stimmt schon, man sucht Aufmerksamkeit oder besser, Austausch. Der einem fehlt, weil man ihn im wirklichen Leben" nicht findet. Eine Muslima in einem islamfeindlichen oder total islamdesinteressierten Umfeld muss sich doch irgendwie und irgendwo zu dem Thema äussern können! Enttäuscht werden kann man allerdings überall, auch von Freunden in Fleisch und Blut, und das Internet macht da keine Ausnahme. Anisah - schliess nicht von Einzelnen auf Alle! Ein liebes Salam
    Chadidscha

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  3. Hinter all den virtuellen Figuren verbergen sich allerdings Menschen. Einer davon möchte Dich auf diesem Weg herzlich grüßen, Dir ein bisschen Trost spenden, Dich als kleines Dankeschön nochmal ganz doll drücken und Dir alles Liebe wünschen.

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  4. Oh, keine Sorge, ich habe nicht vor, mich von allen Menschen zu trennen. Im Gegenteil: es werden weniger werden, mit denen ich dann aber intensiver zusammen sein will.

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  5. @Anisah: Manchmal muss man sein Leben entrümpeln, d.h. sich auch von Leuten trennen, die einem nicht guttun, bzw. die einen vom Weg zu Gott abbringen. Der Prophet (s.a.s) überlieferte:

    "Die Jünger fragten Jesus, mit wem sie sich anfreunden sollen. Jesus antwortete: 'Mit demjenigen, die euch, wenn ihr sie seht, an Gott erinnern, deren Rede euer Wissen mehrt und deren Handlungen euch für den Jüngsten Tag animieren.'"(Bihar-ul-Anwar, B.1, Seite 203)

    Der Gesandte Gottes s.a.a sprach: "Der Mensch übernimmt die Religion seines Freundes. Daher achtet darauf, mit wem ihr Freundschaft schließt."(Bihar-ul-Anwar, B.71, Seite 192)

    und noch vieles mehr
    http://suhaylah.jimdo.com/notizen/

    wa salam

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  6. Danke Fatima, so in etwa ist mein Gefühl im Moment auch. Und ich bin über mich selbst erschrocken, wie leicht ich mich beeinflussen lasse.

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  7. As-salamu alaikum!
    Keine Ahnung, was vorgefallen ist...
    Natürlich sind Online-Kontakte nicht das Gleiche wie "wirkliche" Kontakte, aber sie sind auch nicht völlig anders. Es stecken ja doch Menschen dahinter, wie Chadidscha schon geschrieben hat. Und enttäuscht werden kann man überall, wo Menschen am Werk sind. Da sehe ich zwischen virtuellem und wirklichem Leben keinen großen Unterschied.
    Ok, online ist es leichter, sich zu verstellen, weil man das Gesicht nicht sieht. Aber dennoch gibt es mehr als genug Menschen, die das im Real-life auch perfekt beherrschen. Der Mann, der seine Frau betrügt. Der Arbeitgeber, der einen glauben lässt, der Job sei sicher und ihn dann hinterrücks jemandem anderen anbietet, usw, usw, usw........

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  8. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: ich will hier niemanden kritisieren. Erschrocken bin ich über mich, wie ich selbst-verständlich eine Vertrautheit angenommen habe, die es wohl nie gegeben hat.

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  9. Ohne Unterlass
    ändern sich alle Dinge
    und doch geschieht nichts

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  10. Gibt es wirkliches Geschehen? Liegt es nicht im Auge des Betrachters, ob etwas geschehen ist oder nicht?

    Schön von Dir zu lesen übrigens :)

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  11. Unsere Wirklichkeit ist das, was wir wahrnehmen.
    Wenn für dich etwas geschieht, geschieht etwas.
    Wenn für einen Anderen nichts geschieht, was hast du davon? Wenn du dir mit dem Hammer auf den Daumen haust, ist was geschehen, auch wenn dein Nachbar nichts davon merkt. :))

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  12. achdu...
    ich würd gern sagen, mich habe dies überrascht. leider ist dem nicht so..

    -kalanchoe-

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