Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.

Dienstag, 24. Juni 2014

Oh, schon Ramadan?

Wo sind die Monate geblieben? Mit Erschrecken sehe ich, wie weit ich mich entfernt habe von Allah in den letzten Monaten. Höchste Zeit, das zu ändern.

Willkommen, Ramadan, gesegnete, wertvolle Zeit.

Aller Dank sei an Allah, der uns diese zeit schenkt. Möge jeder und jede von uns diese so gut wie möglich nutzen.

Sonntag, 20. April 2014

Vereint im Islam 2014

"Vereint im Islam" ist für mich nach wie vor das Islam-Event in Deutschland, masha Allah. Die Qualität der Vorträge gewohnt hoch, die Organisation noch einen Tick besser als letztes Jahr. Wer nicht da war, hat was verpasst.

Donnerstag, 3. April 2014

Hijab-Gedanken, die 781.

Ich war mal wieder in Berlin. Und wie immer wenn frau viele Muslime trifft, ist es wieder da, das Kopftuchthema, das endlose. Wäre schön gewesen dachte ich: erkannt werden. Dazugehören. und dieser Gedanke machte mich stutzig: will ich ein Tuch tragen, damit irgend jemand mich akzeptiert, als dazugehörig ansieht? Damit ich im Bus, in der U-Bahn von den Schwestern ein verstehendes Lächeln ernte? Nein, das kann es nicht sein. Tuchtragen als Augendienerei...wie verrückt ist das?

Dann mag ich schon eher die anderen Situationen: mit Ungläubigen sein. Gefragt werden, warum ich keinen Alk trinke, kein Schwein esse. Neugier. Fragen beantworten, Verständnis wecken. Oft staunen die Menschen, wenn sie erfahren, dass ich glaube. Mein Leben einem höheren Sinn unterordne. Und so mancher bleibt nachdenklich zurück. So fühlt es sich richtig an, so soll es sein. Verhalten, leise, demütig. Aber deutlich und standhaft. Und dankbar, dass ich ein klein wenig Botschafterin für Allahs Botschaft sein darf. Alhamdulillah!

Die Şehitlik Moschee in Berlin

Man hat mir empfohlen, mir diese Moschee anzusehen, wenn ich in Berlin bin. Nun denn. Sie ist auch wirklich hübsch, von außen. Solange man sich nicht die Frauenräume ansieht. Aber das ist halt typisch und wohl nicht zu ändern.
Was man auf dem Bild nicht sieht, ist das wunderbare warme Willkommen, das mir bereitet wurde. Es hätte nicht viel gefehlt und die Schwestern hätten mich gleich zu einem Treffen mitgeschnackt - nur mein Zeitmangel verhinderte das. Ich werde wiederkommen, insha Allah.

Samstag, 22. Februar 2014

Krise

In jeder Krise steckt auch eine Chance, jedeR kennt den Spruch, abgegriffen ohne Ende. Und wer gerade in einer Krise steckt, will ihn schon gar nicht hören.

Ich habe gerade persönlich eine Krise halb hinter mir - deswegen habe ich auch lange nicht schreiben können und mögen. Das hat mich im Kern getroffen, mir den Lebensmut genommen, mich an meinem Glauben und an meinem Leben ver-zweifeln lassen.

Ich glaubte nicht mehr, dass Allah mir helfen kann. Ich glaubte, ich wäre auf mich selber zurückgeworfen. Ich wusste wohl, dass das nicht stimmt, aber ich konnte es nicht mehr fühlen.

Nun hat Allah mir, für mich völlig überraschend, eine Lösung geschenkt, einen neuen Weg, der ganz anders ist als ich es mir hätte vorstellen. Und ich bin tief beschämt wie ich habe glauben können, ER sei weg gewesen, ER könne oder wolle mir nicht helfen. Ich kann nur um Vergebung bitten für meinen Kleinmut, wissend: wem Allah nicht vergibt, der ist wahrlich verloren.

Allah hat die Menschen, also auch mich, schwach erschaffen. Also darf ich Fehler machen und voller Reue und neu gewonnenem Vertrauen und Wissen zurückkehren. Darauf hoffe und vertraue ich. Alhamdulillah!

Montag, 17. Februar 2014

Ägypten die 261.

Neuer Terror in Ägypten. Die bekannte Spirale. Bald werden pseudomuslimische Hardliner um die Ecke kommen oder die Militärs (die ja nie weg waren), und das ganze Elend geht von vorne los. Was kann man tun als beten, dass den Ägyptern das Schicksal der Syrer erspart bleibt?

Raum der Stille am Hamburger Hauptbahnhof

Eigentlich ist er ja eine christliche Einrichtung, der Raum der Stille, aber es herrscht eine wunderbar friedliche Stimmung da und sie haben einen Teppich, einen Koran und eine Tasbih. Wenn ich auf der Durchreise bin und nur wenig Zeit habe, bete ich gerne dort.



Sonntag, 25. August 2013

Neuanfang

Dem einen oder der anderen mag es aufgefallen sein: mein Erhalter gibt mir deutliche Signale, in meinem Leben etwas zu ändern - und da ich nicht wirklich willig war, hat er mir einen Schubs gegeben, das nun endlich anzugehen. Dass das ein Segen ist, ein Geschenk, das fiel mir schwer und auch heute hadere ich noch oft damit.

Nun ist also eine Neuorientierung angesagt, eine Konzentration auf das Wesentliche die auch vor meinem Glauben nicht halt machen kann.

Dienstag, 18. Juni 2013

Scham

Ich bin falsch, so wie ich bin
und wäre ich anders,
wäre das noch falscher.

Ich bin die falsche,
und das ist
meine Schuld.

Freitag, 14. Juni 2013

Anstelle einer Erklärung


Erschüttert starre ich, fassungslos,
auf Altbekanntes.
Nehme zur Kenntnis,
was ich längst gewusst.

Freitag, 7. Juni 2013

Ich habe einen Traum

Ich liebe Musik, ich liebe es zu singen und ich bin Muslimin. Warum also nicht Lieder singen zum Lobe Allahs, unseres Schöpfers und Erhalters? Was mir vorschwebt sind keine weichgespülten Nasheeds, wie sie uns aus arabischen Ländern entgegensäuseln, nein, es darf gerne etwas bodenständiger, mitteleuropäischer, grooviger sein. Ich möchte etwas von der Weite, der Freiheit und der Liebe weitergeben die der empfindet, der sich Allah ergibt. Ich möchte sie hinausrufen, hinaussingen in die Welt und eine Botschaft senden, die so ganz anders ist als die aus den Medien.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Biedermann und die Brandstifter

Für den Fall, dass es jemand nicht kennt, hier ist eine Zusammenfassung auf Wikipedia. Unverändert aktuell, wie fas alles von Max Frisch. Man denke nur an Andorra und den Besuch der alten Dame.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Zynisch und geschmacklos: Solingen und Anne Will - eine Herausforderung für uns Muslime

20 Jahre Solingen. 20 Jahre sind sie nun tot, die unschuldigen Menschen, deren einziges "Verbrechen" war, dass sie aus einem anderen Land kommen. 20 Jahre lang war niemand da, der sich entschuldigt hätte. 20 Jahre leben die Opfer nun mit dem Schmerz, dass ihre Familienangehörigen ohne jeden Sinn ermordet wurden. Und alles, was der ARD einfällt, ist eine Sendung über Gotteskrieger? Der einzige wirkliche Bericht zum Thema kommt nachts, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wundert das jemanden?

Samstag, 13. April 2013

Zielführend

Jeder kennt das: Sekundärtugenden sind beliebt. Niemand wird einem widersprechen, wenn man sagt, dass Ordnung, Disziplin und Fleiß wichtig sind. Oft ist es auch richtig, ordentlich, diszipliniert und fleißig zu sein, manchmal aber auch nicht - in meiner Firma z.B. haben wir irgendwann aufgehört, Servicebelege aufwändig nach Kunde abzulegen, weil das viel mehr Arbeit macht als ein, zweimal im Jahr eine halbe Stunde nach einem Beleg zu suchen. In diesem Fall ist es also zielführender, auf Ordnung zu verzichten.

Sonntag, 10. März 2013

Merkez Moschee Duisburg

Wirklich eine wunderschöne Moschee, kann man nicht anders sagen. Ich war zum Isha'a da und die Kuppeln schimmerten im Dämmerlicht. Dennoch, der Funke sprang nicht recht über. Vielleicht, weil so wenige da waren. Vielleicht weil alles gar zu perfekt war. Keine Idee, jedenfalls fühlte ich mich seltsam fremd und ungeborgen. Niemand achtete darauf, die Reihen zu schließen, alles war merkwürdig zufällig.

Freitag, 8. März 2013

Nur eine Geschichte...

Satan rief eine weltweite Versammlung aller Dämonen ein.

In seiner Eröffnungsansprache sagte er, "wir können die Menschen nicht davon abhalten, beten zu gehen ".
"Wir können sie nicht davon abhalten, ihre heiligen Bücher zu lesen und die Wahrheit zu kennen."
"Wir können sie nicht einmal davon abhalten, eine vertraute Beziehung mit ihrem GOTT zu formen."
"Sobald sie diese Verbindung mit Gott haben, ist unsere Macht über sie gebrochen.“
"Also lassen wir sie beten gehen; lassen wir sie ihr Abendessen zum Mitnehmen haben, ABER nehmt ihnen ihre Zeit weg, so dass sie keine Zeit mehr haben, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, ... "

Mittwoch, 6. März 2013

Glauben heißt nicht wissen

Wenn man alles wüsste, gäbe es nichts zu glauben. Wir glauben, weil wir nicht wissen. Wir vertrauen auf das, was wir nicht sehen können.

Nun gibt es Menschen, denen das suspekt ist. Sie sagen, sie vertrauen nur auf Fakten. Aber von welchen Fakten reden sie? Wodurch ist bewiesen, dass es eine gute Idee ist, Griechenland aus der Patsche zu helfen - oder eben nicht? Wer sagt, dass die Welt, wie unsere Medien sie uns beschreiben, wirklich so ist? Ist es nicht auch so, dass man als Mensch nicht umhin kommt, irgend etwas zu glauben, auf die Wahrheit einer Aussage zu vertrauen? Tut man das nicht, glaubt also gar nichts, dann wird es meiner Meinung nach komplett unmöglich, zu leben. Wer würde noch vor einer roten Ampel warten wenn er nicht das Vertrauen hätte, dass sie in absehbarer Zeit grün wird? Sicher ist das nicht...es könnte ja ein Programmierfehler drin sein. Ist aber in der Regel nicht, und darauf vertrauen wir.