Wirklich eine wunderschöne Moschee, kann man nicht anders sagen. Ich war zum Isha'a da und die Kuppeln schimmerten im Dämmerlicht. Dennoch, der Funke sprang nicht recht über. Vielleicht, weil so wenige da waren. Vielleicht weil alles gar zu perfekt war. Keine Idee, jedenfalls fühlte ich mich seltsam fremd und ungeborgen. Niemand achtete darauf, die Reihen zu schließen, alles war merkwürdig zufällig.
Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.
Sonntag, 10. März 2013
Freitag, 8. März 2013
Nur eine Geschichte...
Satan rief eine weltweite Versammlung aller Dämonen ein.
In seiner Eröffnungsansprache sagte er, "wir können die Menschen nicht davon abhalten, beten zu gehen ".
"Wir können sie nicht davon abhalten, ihre heiligen Bücher zu lesen und die Wahrheit zu kennen."
"Wir können sie nicht einmal davon abhalten, eine vertraute Beziehung mit ihrem GOTT zu formen."
"Sobald sie diese Verbindung mit Gott haben, ist unsere Macht über sie gebrochen.“
"Also lassen wir sie beten gehen; lassen wir sie ihr Abendessen zum Mitnehmen haben, ABER nehmt ihnen ihre Zeit weg, so dass sie keine Zeit mehr haben, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, ... "
In seiner Eröffnungsansprache sagte er, "wir können die Menschen nicht davon abhalten, beten zu gehen ".
"Wir können sie nicht davon abhalten, ihre heiligen Bücher zu lesen und die Wahrheit zu kennen."
"Wir können sie nicht einmal davon abhalten, eine vertraute Beziehung mit ihrem GOTT zu formen."
"Sobald sie diese Verbindung mit Gott haben, ist unsere Macht über sie gebrochen.“
"Also lassen wir sie beten gehen; lassen wir sie ihr Abendessen zum Mitnehmen haben, ABER nehmt ihnen ihre Zeit weg, so dass sie keine Zeit mehr haben, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, ... "
Mittwoch, 6. März 2013
Glauben heißt nicht wissen
Wenn man alles wüsste, gäbe es nichts zu glauben. Wir glauben, weil wir nicht wissen. Wir vertrauen auf das, was wir nicht sehen können.
Nun gibt es Menschen, denen das suspekt ist. Sie sagen, sie vertrauen nur auf Fakten. Aber von welchen Fakten reden sie? Wodurch ist bewiesen, dass es eine gute Idee ist, Griechenland aus der Patsche zu helfen - oder eben nicht? Wer sagt, dass die Welt, wie unsere Medien sie uns beschreiben, wirklich so ist? Ist es nicht auch so, dass man als Mensch nicht umhin kommt, irgend etwas zu glauben, auf die Wahrheit einer Aussage zu vertrauen? Tut man das nicht, glaubt also gar nichts, dann wird es meiner Meinung nach komplett unmöglich, zu leben. Wer würde noch vor einer roten Ampel warten wenn er nicht das Vertrauen hätte, dass sie in absehbarer Zeit grün wird? Sicher ist das nicht...es könnte ja ein Programmierfehler drin sein. Ist aber in der Regel nicht, und darauf vertrauen wir.
Nun gibt es Menschen, denen das suspekt ist. Sie sagen, sie vertrauen nur auf Fakten. Aber von welchen Fakten reden sie? Wodurch ist bewiesen, dass es eine gute Idee ist, Griechenland aus der Patsche zu helfen - oder eben nicht? Wer sagt, dass die Welt, wie unsere Medien sie uns beschreiben, wirklich so ist? Ist es nicht auch so, dass man als Mensch nicht umhin kommt, irgend etwas zu glauben, auf die Wahrheit einer Aussage zu vertrauen? Tut man das nicht, glaubt also gar nichts, dann wird es meiner Meinung nach komplett unmöglich, zu leben. Wer würde noch vor einer roten Ampel warten wenn er nicht das Vertrauen hätte, dass sie in absehbarer Zeit grün wird? Sicher ist das nicht...es könnte ja ein Programmierfehler drin sein. Ist aber in der Regel nicht, und darauf vertrauen wir.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Nur ein Stück Stoff
Meine Angst sagt: Du stellst Dich gegen Alle. Niemand wird Dich unterstützen. Du wirst alles verlieren.
Mein Verstand sagt: Wozu brauchst Du das? Kannst Du nicht auch gute Muslima sein "ohne"?
Mein Herz brennt vor Sehnsucht. Es wird warten müssen.
Mein Verstand sagt: Wozu brauchst Du das? Kannst Du nicht auch gute Muslima sein "ohne"?
Mein Herz brennt vor Sehnsucht. Es wird warten müssen.
Samstag, 16. Februar 2013
Kein Verdienst
Muslimin zu sein ist kein besonderer Verdienst finde ich. Nichts, auf was frau stolz sein kann. Auch nichts, was einen Wert an sich darstellt. Mancher mag das anders sehen und öffentlich darstellen, für mich ist das irgendwie nicht recht passend.
Als Muslimin strebe ich danach, demütig zu sein. Ich versuche, ein guter Mensch zu sein, so abgegriffen sich das auch anhört. Ich rechne alle Erfolge Allah zu und die Misserfolge meiner eigenen Schwäche und meinem mangelnden Vertrauen. Für Stolz ist da für mich kein Raum.
Frustrierend kann das sein: immer wieder damit konfrontiert zu sein, wie wenig ich so lebe, dass es Allah, dem Erhabenen gefallen könnte. Wie oft Trägheit, Wut, Egoismus und Ignoranz die Oberhand über mein Handeln haben und nicht Sanftmut, Mut, Demut, Empathie und Klarheit.
Als Muslimin strebe ich danach, demütig zu sein. Ich versuche, ein guter Mensch zu sein, so abgegriffen sich das auch anhört. Ich rechne alle Erfolge Allah zu und die Misserfolge meiner eigenen Schwäche und meinem mangelnden Vertrauen. Für Stolz ist da für mich kein Raum.
Frustrierend kann das sein: immer wieder damit konfrontiert zu sein, wie wenig ich so lebe, dass es Allah, dem Erhabenen gefallen könnte. Wie oft Trägheit, Wut, Egoismus und Ignoranz die Oberhand über mein Handeln haben und nicht Sanftmut, Mut, Demut, Empathie und Klarheit.
Donnerstag, 22. November 2012
Wozu soll das gut sein?
Manchmal fragen mich Leute, was denn so toll ist, am Glauben? Wozu ich, bitteschön, mir diesen Islam antue. Ob ich denn sonst keine Hobbies hätte? Und: ob mein Leben denn jetzt leichter wäre, nun wo ich Muslimin bin?
Da muss ich sie leider enttäuschen.
Da muss ich sie leider enttäuschen.
Sonntag, 18. November 2012
Gaza
Ich habe mich immer daran gehalten, nicht über Dinge zu schreiben, über die ich kein eigenes Wissen habe. Daher habe ich mich stets damit zurückgehalten, über diesen Konflikt zu schreiben. Ich kenne ein paar Syrer, aber keine Palästinenser, ich war nie da, ich kann nicht mitreden.
Donnerstag, 15. November 2012
Mit-Leid und Angst
Was den Demonstranten in Südeuropa im Moment geschieht, in Spanien, Portugal und Griechenland, es ist weit weg und kommt in den deutschen offiziellen Nachrichten kaum vor. Anderswo dagegen schon, zum Beispiel bei Uhupardo. Und was man da sieht sind Szenen, die man so eigentlich viel eher in totalitären Regimes erwarten würde als in einer Demokratie, für die ich fast alle europäischen Länder immer gehalten habe. Mir scheint, ich muss meine Ansichten revidieren.
Samstag, 10. November 2012
Unmöglich
Als der Islam mich fand, stand ich vor einer Wand am Ende einer Sackgasse. Alle Möglichkeiten schienen ausgereizt, alle Veränderungsmöglichkeiten abgeklopft. Eine Lösung gab es nicht, das war mir so klar wie irgend etwas klar sein kann.
Dann begann ich, im Koran zu lesen und auf einmal stellte sich die Frage nicht mehr, ob Veränderung unmöglich ist. Alles ist möglich, wenn Allah es will las ich da und: ich kann und ich muss selber an mir arbeiten. Veränderung ist möglich, Verbesserung meines Charakters ist meine Pflicht.
Dann begann ich, im Koran zu lesen und auf einmal stellte sich die Frage nicht mehr, ob Veränderung unmöglich ist. Alles ist möglich, wenn Allah es will las ich da und: ich kann und ich muss selber an mir arbeiten. Veränderung ist möglich, Verbesserung meines Charakters ist meine Pflicht.
Samstag, 3. November 2012
Progressiv
Neulich habe ich hier über ein "progressives" Islamverständnis gelesen - ein ganz wunderbarer Artikel, wie ich finde, der vieles von derm wiedergibt, was ich auch selbst glaube und vertrete. Aber ein leises Unbehagen blieb doch.
Montag, 29. Oktober 2012
Shehadistan: Sonntagabendtalk: Wie tief ist der Jauch(e)-Sumpf?
Ich wollte etwas dazu schreiben, aber zu spät...alles, was es dazu zu sagen gibt, hier.
Sonntag, 28. Oktober 2012
kreuz.net
Wenn jetzt selbst schon der Spiegel gemerkt hat, was man da lesen kann, ist es langsam wirklich Mainstream. Jetzt müsste nur noch gelegentlich mal der Verfassungsschutz aufwachen.
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Der Sinn von Regeln
Das Göttliche ist für den Menschen nicht fassbar, das habe ich oft erfahren dürfen. Wir Menschen können mit unserem begrenzten Potenzial an Wahrnehmung und Verständnis nicht einmal erahnen, wie groß, wie umfassend das Göttliche ist. Darum sind immer wieder Menschen von Gott beauftragt worden, Bilder zu beschreiben, dies es Menschen ermöglichen, mindestens eine kleine Ahnung davon zu bekommen wie umfassend "das Göttliche" ist und wie es in unserem Leben wirkt. Diese Bilder waren zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten unterschiedlich und so sind eben die Bilder, die der Buddhismus nutzt, ganz andere als die, die wir im Islam kennen.
Freitag, 19. Oktober 2012
Feminismus?
Hey, ich bin misstrauisch gegen -ismen aller Art. Sozialismus, Rassismus, Feminismus, Rheumatismus und so.
Schubladisierung ist nicht meins und der politische Anspruch, der mir aus manchen Ecken entgegenschallt, der ist nicht meiner. Meine Lebenswirklichkeit als Muslimin, Mutter, Unternehmerin, Kleinstadtbewohnerin lässt mir das seltsam abgehoben erscheinen, weltfremd irgendwie. Aber das erscheint mir vordergründig.
Schubladisierung ist nicht meins und der politische Anspruch, der mir aus manchen Ecken entgegenschallt, der ist nicht meiner. Meine Lebenswirklichkeit als Muslimin, Mutter, Unternehmerin, Kleinstadtbewohnerin lässt mir das seltsam abgehoben erscheinen, weltfremd irgendwie. Aber das erscheint mir vordergründig.
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Die Macho-Religion
Wir sind, glaube ich, ein ganz normales lesbisches Paar mit Häuschen auf dem Land, Hund, Katzen und Einbauküche. Spießig halt. Einmal im Monat besuchen wir den Lesbenstammi ein paar Dörfer weiter, wo wir ebensolche treffen: ganz normale, liebe Frauen. Alles easy. Bis ich vor nunmehr drei Jahren erzählte, dass ich Muslimin geworden bin.
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Opferfest
Das Opferfest naht, wie jedes Jahr. Und wie jedes Jahr wartet nirgends ein Lamm darauf, von mir oder sonstwem geschlachtet zu werden. Nicht, dass ich ein Problem damit hätte, Tiere zu töten und zu essen - das empfinde ich immer schon als normal und passend. Aber das Opferfest soll ja kein Schlachtfest sein.
Montag, 1. Oktober 2012
Brennende Sehnsucht
Es ist Hajj-Zeit. Schwestern machen sich reisefertig. Ich nicht. Das ist schon OK, ich weiß, dass ich noch nicht so weit bin.
Donnerstag, 27. September 2012
Ein Teil von Deutschland
Soso, der Islam ist also ein Teil von Deutschland, das hat Frau Merkel nun bemerkt. Eine Trivialität, sollte man meinen. Warum nur klingt das alles so seltsam blutleer? Und warum pfeift sie ihren eigenen Innenminister nicht zurück, der nicht nur diese offen diskriminierende "Vermisst"-Kampagne erfunden hat, sondern sich auch bayrisch-sturköpfig weigert, sie wieder einzukassieren?
Dienstag, 25. September 2012
Zeit für ein gutes Beispiel
Der Prophet Mohammed, Allahs Segen und Frieden auf ihm, hatte bekanntlich viele Feinde, die ihn - direkt oder indirekt - mit Schmutz bewarfen oder ihm gar nach dem Leben trachteten. Die ihn ebenso militärisch bekämpften wie sie ihn durch Verleumdung zu entmachten suchten. Und was tat er? Er war geduldig, barmherzig und voller Liebe zu den Menschen, auch und gerade zu denen, die ihm feindlich gesinnt waren.
Dienstag, 18. September 2012
Warum auch nicht?
| Wer mich kennt, weiß: ich mache oft erstmal, nachdenken kann man ja später. Das ist nicht immer eine gute Idee, aber sonst würde man manches nie machen. Eine Bootfahrt in Mecklenburg zum Beispiel, wo es keine vernünftige Waschgelegenheit gibt und auch keinen ordentlichen Platz zum Beten, sollte man meinen. |
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