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Mittwoch, 29. Mai 2013

Zynisch und geschmacklos: Solingen und Anne Will - eine Herausforderung für uns Muslime

20 Jahre Solingen. 20 Jahre sind sie nun tot, die unschuldigen Menschen, deren einziges "Verbrechen" war, dass sie aus einem anderen Land kommen. 20 Jahre lang war niemand da, der sich entschuldigt hätte. 20 Jahre leben die Opfer nun mit dem Schmerz, dass ihre Familienangehörigen ohne jeden Sinn ermordet wurden. Und alles, was der ARD einfällt, ist eine Sendung über Gotteskrieger? Der einzige wirkliche Bericht zum Thema kommt nachts, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wundert das jemanden?
Das kann und ich denke, das soll man als gezielte Provokation verstehen. Die Biedermänner schaffen die rechte Stimmung, die Brandstifter zündeln. Vieles zu dem, was man dazu sagen könnte, hat Caroline Neumueller schon geschrieben. Geduld zu zeigen fällt da schwer - und doch sind wir Muslime genau dazu aufgerufen. Zum Hass aufzustacheln ist genau das, was solche Anwürfe erzielen sollen. Bewundernswert, wie Mevlüde Genç damit umgibt - so sollten wir es alle tun.

Lasst uns nicht vergessen: auch der Prophet (saws) war vielerlei Anfeindungen ausgesetzt, er wurde verlacht, belästigt, gar mit dem Tode bedroht. Doch er blieb stets standhaft und freundlich. Das ist es, was auch heute unser Weg sein kann und Muss. Dass wir kämpfen, dass wir ihre Vorurteile erfüllen, genau das möchten sie, die geistigen Brandstifter. Lassen wir sie nicht damit durchkommen. Allah schenke und Geduld und Standhaftigkeit.

P.S.: Gerade noch gesehen: dieser Beitrag meiner Bloggerfreundin Lieselotte.
Und noch ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Kommentare:

  1. Assalamu alaikum

    schade, für Nicht-Facebookler ist der Artikel von Caroline leider nicht abrufbar. Könnte sie ihn vielleicht woanders öffentlich posten?
    Zur Sendung gestern: Ich finde zwar diese Totalvermummung nicht so toll, aber Frau Illi hat sich wenigstens nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, auch nicht von Joachim Hermann, der ihr immer wieder ins Wort poltern wollte. Inhaltlich - nun ja. Dass die geradezu inquisitorische Fragerei von Will zur Homosexualität kam, war abzusehen, da hätte sich Frau Illi besser vorbereiten müssen. Ibn Taymiyya zu zitieren, den geistigen Vater des Salafismus, war mehr als ungeschickt. Meiner Ansicht nach hat man da so eine Frau hingesetzt, um eine "Freakshowatmosphäre" zu liefern. Necla Kelek guckte im Laufe des Abends immer säuerlicher. Vom Islam hat sie keine Ahnung, da war sie mal lieber still, weil sie sich nicht blamieren wollte. Sie wollte auf Ehrenmorde umschwenken, aber das hat niemand ernstgenommen. Die sollten mal meinen Mann einladen, dann können sich alle warm anziehen *lol*
    wa salam

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  2. Danke für den Hinweis, Link ist geändert.

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