Es stürmt heute draußen und alles fliegt durch die Gegend - mensch kann da wenig machen. Vor meinem geistigen Auge laufen Bilder von Überschwemmungen in Japan.
Salam alaykum - Friede sei mit Dir, liebe Leserin, lieber Leser. Schön, dass Du hergefunden hast.
Dienstag, 12. April 2011
Sonntag, 10. April 2011
Hijab ohne Rucksack
Hijab zu tragen hat in diesen Tagen in Europa einen "Rucksack", ein Paket an Zuschreibungen. Frauen, die Tuch tragen, sind radikal, unterdrückt und überhaupt unfrei. Eine Muslima, die Tuch trägt, macht damit ein Statement, ob sie will oder nicht. Ich will das nicht.
Freitag, 8. April 2011
Außenwirkung
Nach einigem Hin und Her (und etwas Istichara-Nachhilfe) habe ich mich dazu entschlossen, meinen Glauben nicht deutlich nach außen zu tragen. Kein Kopftuch, keine deutlichen Zeichen, keine arabischen Floskeln in der Öffentlichkeit. Das fühlte sich erst einmal wie eine schmerzhafte Begrenzung an. Ist es aber nicht.
Donnerstag, 7. April 2011
Geschenkte Kraft
Im Moment läuft es an vielen Stellen in meinem Leben nicht rund - meiner besseren Hälfte geht es nicht gut, geschäftlich sieht es mau aus und unser Nachbar ist lebensbedrohlich erkrankt, um nur ein paar Sachen zu nennen. So einen Zustand hatte ich 2009 auch schon einmal und er stürzte mich in tiefe Verzweiflung -
Mittwoch, 6. April 2011
Brennendes Herz - Kampf um Libyen (2)
Ich habe Angst. Nicht um die Frage ob Gaddafi nun bleibt oder geht, sondern um die Menschen, die diesen verrückten Krieg mit ihrem Leben bezahlen. Väter, Mütter, Kinder, ganz konkrete Menschen, die nur in Frieden leben wollen - aber niemand lässt sie.
Dienstag, 5. April 2011
Die Religion des Friedens
Blogauf, blogab lese ich immer wieder Beiträge, wo gegen den Islam geätzt wird, der sei ja so aggressiv und gefährlich und menschenunterdrückend. Schon klar. Nein, differenzieren kann man nicht, schon klar. Muslime sind halt Muslime, letztlich sind die alle gleich und dass der Islam gewalttätig ist, steht im Koran, nicht wahr?
Montag, 4. April 2011
Brennende Korane
«Der Islam ist keine Religion des Friedens», so die Meinung des US-Pastors und Islam-Hassers Terry Jones. Mit der Koran-Verbrennung liess er seinen Worten Taten folgen.
so schreibt 20 Minuten online.Freitag, 1. April 2011
Schwestern
Manchmal kommen sie mir wirklich vor wie zankhafte Schwestern, die Muslimas, die man so in Facebook & Co. trifft. Da wird über den rechten Weg gestritten, oft mit harten Bandagen. Wörter wie "falsch", "haram" oder gar "Schirk" fallen - und mir wird ganz schlecht.
Donnerstag, 31. März 2011
Islamkonferenz
Allein schon das Wort: also ich kenne Zeugniskonferenzen, Botschafterkonferenzen und noch ein paar andere, aber eine Islamkonferenz? Wozu soll die dienen?
Mittwoch, 30. März 2011
Ich bin keine Türkin...
...und auch keine Araberin. OK, das kommt jetzt nicht wirklich überraschend, werdet Ihr sagen. Ich muss wohl etwas ausholen:
Heute stand ich in Neuss vor einer Moschee, DITIB wenn ich mich nicht irre, habe überlegt, ob ich zum Beten hineingehe - und dann habe ich es gelassen und im Hotel gebetet.
Heute stand ich in Neuss vor einer Moschee, DITIB wenn ich mich nicht irre, habe überlegt, ob ich zum Beten hineingehe - und dann habe ich es gelassen und im Hotel gebetet.
Und plötzlich bist Du dankbar.
Meinem Nachbarn geht es nicht gut, nach einer Operation schwebt er in höchster Lebensgefahr. Das ist schrecklich und ich bete für ihn - aber noch eine Lehre steckt darin für mich: dankbar zu sein.
Samstag, 26. März 2011
Am Lesen: Du'A: The Weapon of the Believer
Braucht so ein Buch so einen martialischen Titel? Naja, das ist wohl künstlerische Freiheit...
Ich lese solche Lehrbücher - zumal auf englisch - nicht sonderlich gern. Meist missfällt mir der enge Horizont der Autoren und ich ärgere mich über den oft hohen Preis, für den ich nachher Dinge lese, die ich auch schon vorher wusste. Bei diesem Buch ist es ein bisschen auch so, aber nur ein bisschen.
Ich lese solche Lehrbücher - zumal auf englisch - nicht sonderlich gern. Meist missfällt mir der enge Horizont der Autoren und ich ärgere mich über den oft hohen Preis, für den ich nachher Dinge lese, die ich auch schon vorher wusste. Bei diesem Buch ist es ein bisschen auch so, aber nur ein bisschen.
Mittwoch, 23. März 2011
Ich schäme mich für mein Land
Ich war nie wirklich stolz, Deutsche zu sein, aber doch irgendwie ganz zufrieden mit dem Land, das meine Heimat ist. Neuerdings ist das anders: was unsere Politiker in Nordafrika veranstalten, treibt mir die Schamesröte ins Gesicht.
Dienstag, 22. März 2011
Lieselotte
Gerade hier gelesen: "Den Islam studieren". Kann ich sehr empfehlen.
Sonntag, 20. März 2011
Brennendes Herz - Kampf um Libyen
Nun fliegen also Flugzeuge über Libyen und versuchen, dem Morden Einhalt zu gebieten. Töten, um das Töten zu unterbinden - wie furchtbar. Und wie soll es weiter gehen? Sollen Soldaten in Libyen einmarschieren? Wie soll man dem Mann Einhalt gebieten, der anscheinend jeden Respekt vor Menschen verloren hat?
Donnerstag, 17. März 2011
Sabr tut not
Was im Moment in Libyen und Bahrain passiert, sprengt meine Vorstellungskraft, wie man mit Menschen umgehen kann. Aber ich weiß, alles, auch dies, ist Bestandteil von Allahs Plan. Also beherrsche ich meine Wut - Sabr, Anisah, Sabr! Statt dessen bewundere ich die Standhaftigkeit und den Mut der Menschen, die für ihre gute Sache einstehen - gegen ihre despotischen Führer und gegen die westliche Welt, die sie damit alleine lässt. Dass ich mich schäme, in einem Land zu leben, das eine Flugverbotszone über Libyen vehement ablehnt, dagegen hilft aber alle Geduld nicht, leider.
Freitag, 11. März 2011
Gott zum Gruß
Ich stamme aus einer Gegend, wo es üblich war (und vermutlich immer noch ist), sich mit "Grüß Gott" zu begrüßen. Das war ich gewohnt und habe mir nichts dabei gedacht, bist ich den ersten Norddeutschen begegnete, die mir, humorvoll iritiert, mit "Wenn ich ihn sehe" antworteten.
Donnerstag, 10. März 2011
Bis zur letzten Kugel?
Ich hatte immer gedacht, ich lebe in einem vergleichsweise aufgeklärten, fortschrittlichen Land. Vielleicht kenne ich einfach die falschen Leute?
Haben die Menschen da draußen wirklich so große Angst, dass Sie diesen Feind brauchen, den sie nun in "den Muslimen" gefunden zu haben glauben? Dann hat Shaitan ganze Arbeit geleistet, hier und anderswo.
Manchmal habe ich Angst vor den Menschen in diesem Land. Aber weglaufen ist keine Lösung, also lasst uns die Ärmel aufkrempeln und das tun, was wir tun können, um zu Offenheit und Toleranz aufzurufen. Gleich wie klein unser Beitrag auch sein mag: nur wer aufgibt hat verloren.
Haben die Menschen da draußen wirklich so große Angst, dass Sie diesen Feind brauchen, den sie nun in "den Muslimen" gefunden zu haben glauben? Dann hat Shaitan ganze Arbeit geleistet, hier und anderswo.
Manchmal habe ich Angst vor den Menschen in diesem Land. Aber weglaufen ist keine Lösung, also lasst uns die Ärmel aufkrempeln und das tun, was wir tun können, um zu Offenheit und Toleranz aufzurufen. Gleich wie klein unser Beitrag auch sein mag: nur wer aufgibt hat verloren.
Freitag, 4. März 2011
Allahu akbar
Wie für jede arabische Formulierung gibt es auch dafür verschiedene Übersetzungen. Mir gefällt am besten "Allah ist größer". Für mich ist das eine unendlich wohltuende Sicht. Allah ist größer als die Not der Menschen in Libyen, größer als meine Geldsorgen, größer als kleingeistige Religionsstreitigkeiten, größer als alles, was Menschen tun oder lassen können. Nichts kann sich mit ihm vergleichen. Für mich heißt das auch: Sorgen, Menschen, Herausforderungen, Kriege, Staaten kommen und gehen - Allah bleibt für immer.
Donnerstag, 3. März 2011
Mal immer langsam
Ok, der liebe Herr Friedrich findet, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Der zitierte Text zeugt jetzt nicht wirklich von großartiger Weltgewandtheit oder, sagen wir mal, Herzensbildung.Was mir mehr Sorgen macht, ist der Tenor in Deutschland, der es für uns Muslime wieder ein Stück ungemütlicher macht.
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